«Panamahut der Steine» – Lautpoesie mit Mitch Heinrich
















Klang, Ton und Phon – der Einbezug des Schalls in die Wirkung des Geschriebenen ist seit Urzeiten (und nicht erst seit Kurt Schwitters' «Ursonate») ein grundlegender Werkstoff von Poetik und Poesie. Für Mitch Heinrich war der Sound schon immer Mittelpunkt eines erweiterten, nicht linearen Verständnisses von Dichtung.
Mitch Heinrichs neues Buch «Panamahut der Steine» enthält Anagramme und Lautgedichte. Darin seziert er die Sprache des Alltags, sammelt Floskeln, Sottisen und Ekstasen und schickt uns auf wortsteinigem Weg durch Patterns und Strukturen, durch Letterntausch und Sinnverschlingungen fern der literarischen Überheblichkeit. Live ist der Mann aus Wuppertal ein Erlebnis: Die Töne dieser «Körpermaschine» erreichen wohltemperiert die Rückwand eines jeden Raums.
STUMMER DIENER
SERNER MIT DEM U
DREISTE NUMMER
DIMMER ERST NEU
NERD UM MEISTER
DER NEUSTIMMER
IMMER STERNE, DU
DRUESE TRIMMEN
MUT! MEERESRIND!
REST DER MUMIEN
MUSTER REIMEND.
Mo | 29.11.21 | 19 Uhr |
mit Mitch Heinrich
Dauer: 60 Min.
Foto: Arne Schramm
Buch:
«Panamahut der Steine», Gedichte & Anagramme, Der gesunde Menschenversand 2021