«Auf Granit»
von Martina Clavadetscher
























Ein Mann ist alleine in einem Raum. Eine Frau kommt herein. Er möchte, dass sie draussen bleibt. Sie möchte ihm Gesellschaft leisten. Er lehnt das ab. Mit ganz wenigen Worten wird eine Situation skizziert, in der es um Abwehr und Abschottung geht.
In der Inszenierung von Ursina Greuel wird dieselbe Szene ein zweites Mal gespielt - mit vertauschten Rollen. Nun sitzt eine Frau im Raum und möchte den Mann nicht hereinlassen. Dieser kommt trotzdem herein. Und plötzlich sehen wir eine Situation, in der es um einen Übergriff geht. Je nach Geschlecht des "Eindringlings" sehen wir eine vollkommen andere Szene. In beiden Variationen reden zwei Menschen aneinander vorbei, sind nicht in der Lage, sich zu verstehen.
Als in einer dritten Wiederholung plötzlich mit der Musikerin eine weitere Person ins Spiel kommt, erhält der Abend nochmals eine neue und unerwartete Richtung. Und der Text wird zu Musik.
«Auf Granit» ist ein Stück über die Grenzen zwischen Abschottung und Geborgenheit, zwischen Hilfsbereitschaft und Übergriff.
Du? Die. Mehrheit?
Wir. Hier. Wir. Alle hier.
Ihr alle hier?
Aber nur hier. Nicht raus. Nicht rein. Nur hier.
Nie raus, nie rein?
Nein.
Do | 07.05.20 | 19 Uhr | premiere | |
So | 10.05.20 | 17 Uhr | ||
Mi | 13.05.20 | 19 Uhr | ||
Do | 14.05.20 | 19 Uhr | ||
So | 17.05.20 | 17 Uhr |
mit Michael Wolf, Franziska von Fischer, Anna Trauffer
Regie: Ursina Greuel
Musik: Anna Trauffer
Kostüme: Cornelia Peter
Licht: Jens Seiler
Oeil extérieur: Sibylle Burkart
Aufführungsrechte: © Martina Clavadetscher
sogar Produktion
Dauer: 60 Min.
Fotos: Xenia Zezzi