«Extensions»
ein Musiktheater zur Erweiterung des menschlichen Körpers
























Der Begriff «Cyborg» wurde in den 1960er-Jahren von zwei NASA-Wissenschaftlern erfunden, die sich Gedanken dazu gemacht haben, wie man den menschlichen Körper umbauen müsste, damit er im Weltraum überleben kann. Seither hat sich die Vision eines Mensch-Maschinen-Mischwesens in verschiedenen Bereichen der Medizin und der Robotik, aber auch in der Kunst weiterentwickelt und ist schon längst zu Realität geworden. Aber die Beschäftigung mit diesem Thema führt unerwartet schnell viel weiter zurück als nur ins 20. Jahrhundert: Ist der erste Mensch mit Armbanduhr ein Aussenseiter gewesen? Und muss man die Kochkunst nicht als Auslagerung der Verdauung bezeichnen?
Die Autorin Anna Papst hat eine Person mit einer implantierten Hörhilfe interviewt und daraus einen Text verfasst, der sehr anschaulich, visionär und humorvoll die Beziehung von Mensch und Technik aufzeigt.
Sie sind auch ein Cyborg.
Sie wissen es nur noch nicht.
Aber wenn Sie nach der Vorstellung nach Hause gehen,
werden Sie als Cyborg in die Tram steigen,
Sie werden sich als Cyborg einen Tee kochen
und dann werden Sie als Cyborg den Wecker für morgen früh stellen,
und Ihnen wird dabei bewusst sein,
dass die Tramfahrt und das Teekochen und das Weckerstellen
Sie zum Cyborg machen.
Do | 04.06.20 | 19 Uhr | ||
So | 07.06.20 | 17 Uhr | ||
Mi | 10.06.20 | 19 Uhr | ||
Do | 11.06.20 | 19 Uhr |
mit Agnes Lampkin (Stimme), Jonas Gygax (Stimme), Simone Keller (Tasten), Marc Unternährer (Tuba)
Regie: Philip Bartels
Konzept: Simone Keller und Philip Bartels
Text: Anna Papst
Musik: Marcel Zaes
Ausstattung: Regula Zuber
Licht: Markus Brunn
Ton: Alice Fischer
eine Produktion von ox&öl in residence am sogar theater
Dauer: 75 Min.
Fotos: Lothar Opilik